Die Zukunft
Wie geht es weiter?
Kifafa wird sich in den nächsten Jahren in seiner Arbeit mehr und mehr in Kendu Bay am Lake Victoria zentrieren und sich so mit ihrem Engagement aus den anderen Regionen und Städte in Kenia zurück ziehen. Kendu Bay liegt in der Provinz Nyanza. Wir werden epilepsiekranke oder auch aidswaise Kinder sowie deren Familien ( oftmals Großmütter oder Tanten) aus Nyanza unsere Unterstützung anbieten.
Bereits 2010 wurde der Rohbau für ein weiteres Gebäude erstellt. Das Haus ist dem Spital Ilanz aus der Schweiz gewidmet. Durch das enorme Engagement von Mitarbeiterinnen konnte das neue Gebäude so schnell finanziert werden. Das Gebäude beinhaltet einen Speisesaal, einen Vorratsraum sowie die Küche. Die Küche wurde 2010 bereits provisorisch genutzt.
2011 wurde dann das neue Gebäude vollständig ausgebaut. Dabei wurde sichtbar, was niemanden bisher aufgefallen war, die Baufirma hatte schlicht vergessen ein Kamin für die Küche zu bauen. Ein nachträglicher Einbau gestaltete sich als schwierig. So werden wir 2012 nun eine kleine seperate Küche hinter den Speisesaal bauen (garantiert mit Kamin). Küche und Speisesaal werden mit einem überdachten Durchgang verbunden. Der bisher als Küche vorgesehene Raum wird zu einem Mitarbeiter Zimmer umgebaut.
Im neuen Speisesaal werden alle Mädchen des Waisenhauses sowie die etwa 20 Kinder, die mittags zum Essen kommen (Feeding Programm) Platz finden. Der "alte" Speisesaal" soll anschließend zu einem weiteren Schlafsaal umgebaut werden. Insgesamt finden dann bis 40 Mädchen im Waisenhaus ein neues Zuhause.
Um der Vergrößerung des Waisenhauses gerecht zu werden, wurden bereits 2010 weitere Toiletten gebaut.
Als äußerst wichtig für das Waisenhaus stellt sich dessen Wasserversorgung dar. Immer wieder kommt es in der Trockenzeit zu Engpässen in der Wasserversorgung. Per Esel wird dann das notwendige Wasser aus dem Fluss herantransportiert. Zwar besitzen wir einen Brunnen, der mittlerweile über 20 Meter tief ist, doch liefert er noch nicht die notwendige Menge an Wasser. Das Vorhaben den Brunnen 2011 erneut tiefer ins Gestein schlagen zu lassen, scheiterte an der Härte des Gesteins. Anfang 2011 konnten wir in sechs Wassertanks bis zu 32 000 Liter Regenwasser sammeln. Geplant sind jedoch weitere Wassertanks, um so die Wasserversorgung sicherzustellen. Möglicherweise kann der Brunnenschacht auch als Wasserspeicher verwendet werden. 2010 erhielt das Waisenhaus Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung. Allerdings wird sie, insbesondere in Trockenzeiten, auch nicht das notwendige Wasser liefern können.
2011 war das Dürre- und Hungerjahr am Horn von Afrika. Kenia und auch das Waisenhaus hatten mit den Folgen der Dürre zu kämpfen.
Desweiteren erhielt das Waisenhaus 2010 Anschluss an die öffentliche Elektizitätsversorgung. Zwar gehen immer mal wieder abends für kurze Zeit die Lichter aus, doch stellt die Stromversorgung einen kaum schätzbaren Komfort dar.
Durch die Größe unseres Waisenhausgeländes ( drei bis vier Fußballfelder groß) konnten bereits 2010 zwei Mais- und Gemüsefelder angelegt werden. Die Ernte war zwar nur mittelprächtig, doch soll weiterhin Mais angebaut sowie ein großes Gemüsebeet im unteren Teil des Geländes anlegt werden. Um die Bodenqualität zu verbessern, werden ca. 21 Tonnen guter afrikanischer Erde mit LKWs herangefahren und mit dem eher kargen Boden vermischt. Ein Zaun soll das Gemüse dann vor den etwa 40 hauseigenen Hühnern schützen. Mit diesen Maßnahmen hoffen wir doch einen großen Teil unserer Nahrungsmittel selbst produzieren u können und gleichzeitig dadurch auch die laufende Kosten des Waisenhauses zu reduzieren.
Durch die insgesamt doch guten Erfahrungen mit und von Besuchern und "Praktikanten/-innen" im Waisenhaus , möchte Kifafa auch weiterhin an ihrem Konzept festhalten, Gäste im Gästehaus des Waisenhauses zu begrüssen. In den Monaten vor und auch nach den Präsidentschaftswahlen im August 2012 werden wir nicht das Gästehaus für Besucher offenhalten.
Perspektivisch betrachtet soll die gegründete "Partnerorganisation" die NGO (Nichtregierungsorganisation) Kifafa Care and Support Child Project mit Sitz in Nairobi mehr und mehr in die Verwaltung des Waisenhauses eingebunden werden. Gleichzeitig ist sie angehalten Spenden in Kenia für das Waisenhaus zu sammeln. Da gestaltet sich allerdings nicht sehr einfach.
Die Arbeit von Kifafa in Kendu Bay gestaltet und wandelt sich mit den gemachten Erfahrungen vor Ort, den erkannten Notwendigkeiten und durch die "Leistungsfähigkeit" des Vereins Kifafa. Hierzu werden im Vorstand von Kifafa sicherlich noch einige interessante und wegweisende Diskussionen stattfinden.



