Ankunft in Deutschland
Liebe Kifafa-Freunde in Deutschland!
Bin wieder gut in Deutschland angekommen - aber es war ein langer Flug mit Wartezeiten. In diesem Jahr flog ich von Kisumu um 16.00 h nach Nairobi und wartete dort auf dem Jomo-Kenyatta-Flugplatz, bis morgens 4.30 h der Flug über Kairo nach Frankfurt ging. So ersparte ich mir die Fahrt auf der Highway nach Nairobi und ich konnte auch das Auto auf dem Waisenhausgelaende lassen. Geoffrey, einer unserer ehemaligen Patenkinder aus Mumias, arbeitet als gelernter Computerspezialist nun als Wachmann an unserem Tor. Er hat schwere Zeiten hinter sich, konnte keine Arbeit finden und so griff er zur Flasche. Zum Glück hat er sich gefangen und möchte im nächsten Jahr mein Fahrer sein! Wir werden sehen.
Sehr froh bin ich, daß alle Arbeiten auf dem Grundstück vollendet werden konnten, d.h.das neue Haus mit Speisesaal und zwei Stores ist wunderschoen geworden. Die Farben wie das Waisenhaus: leuchtend blau und cremefarben die Waende. Veranda mit dunkelblau gestrichenen Saeulen. Der Platz zwischen den Hausern wurde als Lagerplatz ausgebaut mit Maschendraht und Tuer. Dort liegen nun all die Baumaterialien, Rohre usw., die hoffentlich spaeter noch Verwendung finden werden.
Gipsy, unser Schaf wurde gegessen! Er war einfach zu bockig und boese. Auch wollen wir die Anzahl der Tiere reduzieren, weil sie die Blumen und Blaetter von den Baumen fressen. Etliche Baeume gingen ein, weil die Tiere angebunden sein mussten. Zwei Kaelber (19.000 KSH = 170 Euro) wurden verkauft. In Zukunft werden wir nur noch eine Kuh mit Kalb haben.
Drei neue Kinder wurden aufgenommen, ein goldiges Zwillingspaar, Tina und Anna heissen sie und Vivien, ein epilepsiekrankes Maedchen. Der Mutter der Zwillinge und anderen Mitschuelern wurde nach der Higschschool-Abschlussfeier Gift gegegen. Ein Maedchen starb und die Mutter wurde vergewaltigt und ist heute eine geistig behinderte junge Frau von 33 J.! Sie bekam die Zwillinge. Sie schlaeft auf einer Metallliege mit einer Decke und ist mit einem Seil angebunden. Die Großmutter ist total überfordert und brachte die Zwillinge zu unserem Grundstueck. " ich schaffe es nicht mehr, ich schenke Euch meine Enkelkinder! Es ist einfach ein Elend, sie kümmert sich weiterhin um ihre einzige Tochter.
Ich wuensche ihnen allen eine wunderschoene Sommerzeit und gruesse Sie herzlich, Ihre
Doris Wieghorst von Kifafa



