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Reisetagebuch 2018

1. Reisebericht vor dem Abflug - 01. Januar 2018

Wieder ist ein Jahr vorbei seit wir zu Besuch im Waisenhaus in Kenia waren und alle unsere Patenkinder gesehen haben. Gerade das Jahr 2017 war für Kenia und die dortigen Menschen ein angespanntes, nicht ungefährliches und doch auch wichtiges Jahr.

Im August 2017 fanden die Präsidentschaftswahlen statt. Während die Europäische Union die Wahlen als fair und rechtens erklärten, annullierte das Oberste Gericht in Kenia die Wahlen wegen Unregelmäßigkeiten und Betrug. Im Oktober fanden dann die Wiederholungswahlen statt. Allerdings rief der Oppositionspolitiker Odinga zum Wahlboykott auf, da nach wie vor keine fairen und gerechten Bedingungen vorlagen.

Uhuru Kenyatta gewann die Wahlen und rief sich zum neuen, alten Präsidenten aus. Das Land ists dadurch tief gespalten.
Auf diesem Hintergrund reisen wir in diesem Jahr am 3. Januar nach Kenia. Politisch wissen wir nicht so genau, was uns da nun erwarten wird. Doch die Rückmeldungen von unseren Partnern und Freunden in Kenia sind beruhigend.
Petra, Ingrid, Susanna, Dorothea, Joline und ich werden für vier Wochen (Joline auch etwas länger) zu Gast sein im Waisenhaus in Kendu Bay. Wir freuen uns sehr darauf.

Die Koffer sind alle gepackt und das kleine Reiseabenteuer wird mit der Fahrt der DB beginnen und  mit der Ethiopia Airlines am 4. Januar um 13.05 in Nairobi enden. Wir werden wie in jedem Jahr mitten im Sommer landen.
Wir freuen uns, wenn Sie uns auf unserer vierwöchigen Reise begleiten. Regelmäßig werden wir versuchen unsere Erfahrungen und Erlebnisse in unserern Reiseberichten Ihnen nahe zu bringen.

Ihnen allen möchten wir für die Unterstützung im vergangenen Jahr ganz herzlich danken – Asante sana. Denn ohne dies könnten wir uns nicht auf diese Reise begeben, um den dortigen Kindern die Möglichkeit auf eine Schulbildung zu ermöglichen.

Ihnen allen wünschen wir einen guten Start ins Neue Jahr, Gesundheit und Zufriedenheit.

2. Reisebericht - Endlich in Kenia! - 04.01.2018

Es war mal wieder soweit. Am 4. Januar reisten wir von Frankfurt via Abu Dhabi nach Nairobi. Wir, das sind Susanna, Ingrid, Dorothea, Petra und ich. Joline flog uns am 6. Januar hinterher.

Es ist immer schön, wenn dann alle da sind. Der Flug war ruhig und am Homo Kenyatta Flughafen von Nairobi empfing uns bereits Andersson. Anderson ist der 1. Vorsitzende von unserer NGO in Kenia. Er hatte alles gut organisiert und ohne Probleme erreichten wir unser “Stammhotel” Sagret. Nach den  zweimaligen Wahlen in Kenia und der mehr als zweifelhaften Legitimation der Ausrufung von Uhuru Kenyatta zum Staatspräsidenten, schwingt eine leicht angespannte Zukunftserwartung über dem Land. Die Menschen gehen ihren Geschäften nach und doch hat die lange Zeit der Wahlen ihre Spuren hinterlassen. Die Unsicherheit hat viele Menschen dazu veranlasst Nairobi  zu verlassen. Die Studenten konnten nicht regelmäßig auf die Universitäten gehen und gerade die Leute mit den “kleinen” Straßengeschäften, litten darunter. Bei lokalen Ausschreitungen in den Slums wurden Marktstände nieder gebrannt und dadurch Einnahmen fürs tägliche Überleben vernichtet.
Nun möchte sich in den kommenden Wochen Raila Odinga, der Konkurrent des Staatspräsidenten gleichfalls zum Präsidenten ausrufen lassen. Bewegende Zeiten. Dies bekommen wir dann auch direkt bei den Besuchen unsrer Patenkinder in Nairobi zu spüren. Wir ziehen uns mit unserem Engagement aus Nairobi zurück. So waren es “nur” noch 12 Patenkinder, die uns im Hotel besuchen kamen.

Es war schön alle wieder zu sehen. Eine Familie konnten wir nach jahrelanger Begleitung aus unserer Hilfe entlassen. Sie kann nun alleine für ihren Unterhalt sorgen. Der Vater verdient Geld als Motorradtaxifahrer, die behinderte Tochter stellt Perlenschmuck her, während ihrer Zwillingsschwester, nach dem Abschluss der High-School ein Friseur – und Beauty-Geschäft eröffnen wird.
Zu Besuch kam auch die Großmutter mit ihrem 15 jährigen taubstummen Enkel. Da sich die Kommunikation sowie das klären der aktuellen Preise für die Ausstattung fürs Internat schwierig gestaltete, beteiligte sich zuerst das Hotelmanagement und dann auch etliche Gäste an der Preisfindung mit einem zufrieden stellendem Ergebnis. Unserer Reisegruppe ist  eine fröhliche und entspannte Crew.

Zusammen mit Petra besuchten sie die Innenstadt sowie den Massai Markt, um all die schönen, handgefertigten Dinge zu bestaunen und natürlich auch zu kaufen. Dann am 6. Januar unser traditionelles Treffen im Hotel mit unseren Partnerorganisationen vor Ort, die NGO, KAWE, und Hope Theater. In gelöster Atmosphäre wurde über das vergangene Jahr berichtet. Wünsch für das kommende Jahr geäußert und 2018 geplant. Gerade für unsere Besucherinnen ein eindrucksvolles Erlebnis der Zusammenarbeit. Als schwierige Herausforderung wurde dabei genannt, die weitere Registrierung des  Waisenhauses. Unklarheiten in den kenianischen Behörden verzögerten diese.
Am Samstagabend ein letztes “Tusker” (kenianisches Bier) auf der Hotelterrasse, die Fahrt an den Flughafen, um Joline ab Zu holen, dann ging es ins Bett. Um 6 Uhr hieß es dann aufstehen, mit dem Taxi zur Busstation, um uns auf unsere neunstündige Reise nach Kendo Bay zu begeben.
Begleitet wurden wir von Anderson, der wie immer alles wunderbar organisiert hatte.

3. Reisebericht - Kendu Bay - 11.01.2018

Wir haben Glück.

Im vergangenen Jahr wurde die Bahnlinie, Nairobi nach Mombasas eroeffnet. Aufgrund der veränderten nachfrage, organisierten sich die Buslinien neu. Es entstand eine neue direkte Verbindung von Nairobi nach Kendu Bay. Sonntag 7. Januar. Ein kurzes Frühstück im Hotel, dann ging es mit dem Bus von Nairobi durch das Rift Valley ueber Narok, Bomet, Kissii, Rongo, Homa Bay nach Kendu Bay. Erwartet wurden wir bereits von David unserem Gaertner. Die Koffer (12 Staeck) noch schnell in einem Großen Taxi verstaut, dann ging es mit dem Piki Piki (Motorradtaxi) die letzten Kilometer über die schlechteste Straße in Kenia.Im Waisenhaus wurden wir herzlich empfangen. Müde gingen wir früh ins Bett; morgen würden uns bereits die ersten Patenkinder besuchen.
Es ist schön wieder hier zu sein.

Das Waisenhaus präsentiert sich in einem guten Zustand. Renovierungen wurden im vergangenen Jahr durchgeführt und nicht nur die Bäume sind gegen den Himmel gewachsen, sondern auch viele Mädchen.31 Mädchen leben aktuell im Waisenhaus. Das Jüngste ist gerade mal 4 Jahre  und wurde im Dezember aufgenommen. Sieben von Ihnen besuchen bereits die High-School. Einige von ihnen befanden sich bereits im Internat, andere würden die nächsten Tage folgen.Kaum begannen wir damit, mit den Patenkindern von Außerhalb des Waisenhauses die anstehenden schulischen Angelegenheiten zu regeln, kam Anderson und teilte mit, dass wir kurzfristig einen Termin beim Gouverneur (Ministerpräsidenten) von Homa Bay Council erhalten hätten, um die “verschlafene” Registrierung das Waisenhauses durch die Behörden zu regeln. Doch wie erhält man eine Termin beim Gouverneur, worauf andere manchmal Monate lang darauf warten. Es folgt ein kurzer Einblick in das kenianische Leben.

David unser Gaertner hat einen Cousin, welcher als Manager im Vorzimmer des Gouverneurs tätig ist. David versuchte diesen telefonisch zu erreichen und tatsächlich klappte dies sofort. Nachdem David seinen Cousin über die Problematik berichtet hatte, rief dieser direkt im Sekretariat des Gouverneurs an. Und prompt bekamen wir den Termin.Da der Cousin in der Nähe des Waisenhauses wohnt und auch gerade da war, gingen wir hin und 15 Minuten später befanden wir uns auf dem Weg nach Homa Bay und saßen nach weiteren 45 Minuten, gut “bewacht” durch die Leibwächter, im Vorzimmer des Gouverneurs.

Es war ein gutes Treffen.

Deutlich wurde, wie sehr die “Landesregierung” daran interessiert und dankbar ist, dass wir das Waisenhaus in Kendu Bay errichtet haben. Sie wussten davon nichts. Anderson gab dem Gouverneur und seiner Ministerin noch eine Lehrstunde über Epilepsie und deren Auswirkungen auf die soziale Integration der Betroffenen, um dann noch alleine mit der Ministerin für Touristik uns zu unterhalten. Wir luden den Gouverneur zu einem Besuch ins Waisenhaus ein. Er sagte zu.

Doch jüngst wird uns die Ministerin besuchen kommen, noch in dieser Woche. Anderson besorgte noch schnell pfiffig die Telefonnummer des Sekretärs, so dass wir nun eine direkte Verbindung ins Sekretariat des Gouverneurs haben. Die Registrierung wird nun direkt auf “hoher Ebene” erfolgen. Am nächsten Tag dann konnten wir mit unseren Patenkindern fortfahren. Viele von ihnen besuchen die High-School (Gymnasium), das College oder auch die Universität. Andere wiederum haben eine Ausbildung begonnen. In der Chance auf eine gute Bildung liegt mit dem Schlüssel, um aus der Armut heraus zu kommen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Und die Armut ist überall hier an zu treffen, zuerst versteckt, doch bald dann, schnell erkennbar.Viele Patenkinder kommen hungrig zu uns, sehen müde, abgezehrt aus und berichten über Magenschmerzen. Auf dem Weg zu einem Hausbesuch liegt ein Junge geschwächt durch Hunger, um nach Hause zu gehen. Wir begleiten ihn. Und immer wieder würden Kinder von der High-School nach Hause geschickt, da sie nicht die Schulgebühren bezahlen können. Gestern kam eine Großmutter mit ihren 2 Enkelkindern. Maxwell 11 Jahre begleiten wie bereits seit Jahren als Patenkind. Princes Angel Adhiambo, Ihre Enkelin hingegen hat nun niemanden mehr, der für sie Sorge trägt. Ihr Onkel, der dies bisher tat, wurde als Unbeteiligte bei einem Raubüberfall erschossen. Die Mutter des Kindes starb bei ihrer Geburt, der Vater ist unbekannt. Princes ist aufgeweckt und schon recht selbstbewusst. Kinder müssen hier schnell erwachsen werden. Wir nehmen Princes als weiteres Patenkind in unserer Unterstützung auf.

Es ist Trockenzeit in Kenia. Doch während es in vielen Gegenden von Kenia trotzdem viel geregnet hat, ist es trocken im Waisenhaus. Seit etwa 6 Wochen hat es nicht mehr geregnet.

Uns geht es gut- viele Grüße von der Kifafa-Crew


Wir besuchen Schulen
Kifafa unetrstützt Schulen in Kenia
Eines unserer Patenkinder
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Der Viktoriasee
Kifafa liegt am Viktoriasee in Kenia